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(25. Mai 2000, Phillipinen) Wir alle können aus der Vergangenheit lernen. Denken wir zurück an den 24. November 1971, folgendes geschah an Bord eines Fluges der Northwest Orient Airlines von Portland. Ein Mann, der sein Ticket unter dem Namen Dan Cooper (eine damals ziemlich bekannte Comicfigur nach dem Vorbild eines Stuntmans) gebucht hatte, verlangte 200.000 Dollar Bargeld und vier Fallschirme. Das Flugzeug landete in Seattle, Geld und Fallschirme wurden gegen die Passagiere eingetauscht. Nach dem Start verlangte Cooper zu wissen, wie man den hinteren Ausstieg öffnet, dann scheuchte er den Flugbegleiter aus der Passagierskabine. Als der Flieger in Reno landete, stand der Ausstieg offen, Cooper und das Geld waren weg. Trotz aller Coolness, die er an den Tag gelegt hatte, befand sich Cooper voll im Fadenkreuz der Evolution als er sprang. Denn draußen tobte ein Sturm mit gefrierendem Regen, und die Geschwindigkeit des Fliegers sorgte dafür, dass die Temperatur weit unter Null lag. Es war Winter, und sein Schicksal war besiegelt, zumal er ohne Nahrung und Überlebensausrüstung über einem dichten Wald bei Nacht absprang. Die Erdnüsse, die man als Passagier auf solchen Flügen bekommt, werden ihn nicht sehr lange am Leben gehalten haben. Man nimmt an, dass der Mann, der dem FBI als D. B. Cooper bekannt war, in den Bergen verstarb oder aber im Columbia-Fluß ertrunken ist. Die Geschichte lehrt uns also, dass man nicht einfach mal so aus einem Flieger abspringen und überleben kann. Man sollte meinen, dass ein Luftpirat das nun auch besser machen könnte - doch... Davao City, Phillipinen, dieses Jahr. Augusto war ein Mann auf einer Mission. Er buchte einen Flug der Air Philippines nach Manila, er zog sich eine Schimaske und eine Schwimmbrille über, dann zog er eine Pistole und eine Handgranate und verkündete, dass er das Flugzeug entführen wollte. Die Sicherheitsmaßnahmen sind am Flughafen von Davao City offenbar etwas lax. Augusto verlangte, dass der Flieger umkehren sollte, doch konnte ihn der Pilot überzeugen, dass dafür der Treibstoff nicht ausreichen würde, und so flog man nach Manila. Augusto nahm den Passagieren rund 25.000 Dollar ab, dann befahl er den Piloten auf 2.000 Meter Höhe zu gehen. Wenn ein Irrer befiehlt hinunterzugehen, dann geht man hinunter. Einstweilen zog sich Augusto einen selbstgeschneiderten Fallschirm über. Dann zwang er die Flugbegleiter die Tür zu öffnen und damit den Druck aus der Kabine zu lassen. Er hatte wohl vor zu springen, doch war der Wind so stark, dass er nicht hinauskam. Dankenswerterweise half ihm ein Flugbegleiter mit einem gezielten Schubser, die Kabine zu verlassen. Augusto war zu diesem Zeitpunkt damit beschäftigt, den Sicherungsstift aus seiner Handgranate zu ziehen. Den Stift warf er noch in die Kabine. Die Handgranate nahm er mit, und so fiel er dann der Erde entgegen. Seine Aufprallgeschwindigkeit hatte keinen großen Einfluß auf die Umlaufbahn der Erde. Alles, was überirdisch von Augusto übrigblieb, waren seine beiden Hände. So wiederholt sich die Geschichte in immer neuen Variationen. Was lernen wir daraus? 1. Man springt nicht aus einem voll funktionstüchtigen Flieger. Wozu auch? 2. Wenn Du einen inneren Zwang verspürst, die Lektion unter 1. zu ignorieren, bau Dir wenigstens... nicht Deinen eigenen Fallschirm. |
DarwinAwards.com © 1997 - 2000
Übersetzt von:
Spaceman
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