|
|
(1. Januar 2000, Kanada) Ob ihr's glaubt oder nicht... es gibt Leute, die jedes Jahr zu Sylvester ein erfrischendes Bad im Meer nehmen. Es wird von ihnen das Polarbärenschwimmen genannt und wirkt wohl auf die Meisten von uns lediglich wie ein verrücktes Ritual. Jeder der den Fil Titanic gesehen oder ein Buch über Eskimos gelesen hat, weiß, dass Eiswasser unter anderem zum Tod führen kann. Aber unser Held Adrian, der gerade an seiner Doktorarbeit in Forstwirtschaft arbeitete, ließ sich von solch unwichtigen Angelegenheiten nicht abschrecken. Dieser 38 Jahre alte Mann spielte gerade mit seinen Freunden ein Eishockeymatch, als er vorschlug, ein Polarbärenschwimmen zwischen 2 Löchern, die ungefähr in 2 Metern Entfernung zueinander ins Eis geschnitten waren, zu machen. Er tauchte morgens um 1:30 Uhr ab - aber nicht wieder auf. Es ist allgemein bekannt, das es nahezu unmöglich ist, ein kleines Loch im Eis zu finden, wenn man erst einmal unter der Eisdecke ist. Insbesondere, wenn man Rücksicht auf die Auswirkungen der Unterkühlungen nimmt: geringer Blutdruck, Verwirrung und Muskelschwäche. Ein paar seiner Freunde sprangen in das Wasser, konnten ihn dort aber nicht finden. Sie richteten die Scheinwerfer ihrer Autos auf das Loch, um Adrian den Weg zu leuchten - aber es half nichts. "Das Wasser war nur Hüfttief", sagte sein Bruder. "Er muss völlig die Orientierung verloren haben." Adrians Leiche wurde am Samstag danach von der örtlichen Feuerwehr gefunden, nicht weit entfernt von dem Loch, das sein Untergang wurde. Sascha Leib meinte am 13.3.2000 dazu: "In Eislöchern zu schwimmen ist hier in Finnland sehr verbreitet, und Unfälle passieren normalerweise, ohne dass jemand nach dem Spaß und den positiven Einflüssen auf die Gesundheit fragt. Es macht einfach Spaß! Und es ist ein guter Weg, den Blutkreislauf anzuregen und das Herz zu stärken. Wie auch immer - ich rate dringendst davon ab, in so einem Loch zu tauchen, denn man findet nur noch schwer wieder heraus. Und es ist auch sehr zu empfehlen, seinen Kopf nicht unter Wasser zu halten. Der Schädel hat die temperaturempfindlichste Haut des ganzen Körpers - es tut also höllisch weh!" |
DarwinAwards.com © 1997 - 2000
Übersetzt von:
Jannis Stoppe
Referenz: Toronto Sun, Ottawa Citizen, Montreal Gazette
|
|