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| (22. März 1999, Phnom Penh) Jahrzehnte der bewaffneten
Auseinandersetzungen haben in ganz Kambodscha ihre Zeichen in Form von
nicht explodierten Minen und anderen Munitionsresten hinterlassen. Die
Behörden warnen die Bürger vor dem Umgang mit den Blindgängern.
Vor kurzem verbrachten drei Freunde einen Abend bei geistigen Getränken und ebenso hochgeistigem Gespräch im örtlichen Café in der südöstlichen Provinz Svay Rieng. Stundenlang verharrte man im freundlichen Gespräch, bis einer der Männer eine 25 Jahre alte, nicht explodierte Panzermine hervorholte, die er kürzlich in seinem Garten gefunden hatte. Er warf die Mine unter den Tisch und die drei fingen an, 'Russisches Roulette' zu spielen, wobei sie abwechselnd einen Drink hinunterstürzten und danach auf die Mine trampelten. Die anderen Kneipengäste flohen in Panik. Nur Minuten später explodierte der Sprengkörper mit einem
lauten Knall und tötete die drei Männer in der Bar. Doch Dummheit gepaart mit Munitionsresten ist ein weltweites Problem. Ein Mann aus Kalifornien kam kürzlich in den Besitz einer alten Bombe, die aus einem umstürzenden Waggon eines Munitionszuges auf dem Weg zu einem Marinestützpunkt an der Westküste gefallen war. Neugierig auf das Innere des Geräts öffnete er die Hülle mit einem Schneidbrenner. Die Geschwindigkeit seines Ablebens war vergleichbar mit der der drei betrunkenen Spielernaturen aus Kambodscha. |
DarwinAwards.com © 1997
- 2000
Eingesandt von:
Ed Coakley ,
Michael Talbot ,
Aaron Pawson , Jess Keiser
Übersetzt von:
Christoph Krüger
Referenz: Rasmei Kampuchea, Reuters,
Eletronic Telegraph, UK Daily Telegraph
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