Darwin Awards
Darwin Awards 1999

Schick's einem Freund! Wir erweisen der Hypothese von Charles Darwin Ehre, indem wir jährlich Darwin Awards an jene (Reste von) Individuen verleihen, die alles dabei gegeben haben, unseren Genpool zu verbessern. Wir applaudieren jenen, die das ultimative Opfer erbracht haben und sich selbst in aussergewöhnlichster und dümmster Art und Weise aus unserer Spezies verabschiedeten. Next
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Beim nächsten mal besser Kevlar...
Kandidat der Darwin Awards 1999
von Darwin als wahr bestätigt

Als Darren John Cowley am 25. April 1999 versuchte, möglichst sicher und unauffällig in das Haus seines Nachbarn einzubrechen, hatte er wenig Glück. Er wickelte seine Jacke um seinen Arm und schlug das Fenster ein, aber die Glassplitter durchstiessen seine Schutzkleidung und zerteilten eine Arterie in seinem Arm. Der 32-jährige torkelte vom Haus weg und brach in einem Park, 800 Meter vom Tatort entfernt, zusammen.

Spät am Morgen dann kam der Hauseigentümer aus einem Nachtclub zurück. Da war ein zerbrochenes Fenster, eine blutige Jacke und eine Blutspur - und keine Spur vom Täter.

Als er die Jacke untersuchte, bemerkte er, dass diese einem Mann gehörte, den er zuletzt am Freitag in einer Kneipe getroffen hatte. Er rief seinen Freund, um mit ihm zum Haus des Einbrechers zu fahren und ihm die "Meinung zu sagen". Als sie ankamen, fanden sie ihn aber nicht zu Hause, sondern ohnmächtig im Park. Beim Näherkommen bemerkten sie erschrocken die Blutspur aus seinem fast zerteilten Arm und mussten einsehen, dass jede Hilfe zu spät kam. Er war schon verblutet.

Noch ein Tip, Darren: Beim nächsten Mal solltest du deinen Arm in eine kugelsichere Kevlar-Weste einpacken...

www.DarwinAwards.com © 1997 - 2000
Übersetzt von: Christian Goldammer

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Liebe! Hass!

Korrektur:
Gemäss "News of the Weird" fanden letzthin zwei russische Polizeibeamte heraus, dass auch Kevlar ohne weiteres von scharfen Objekten zerschnitten werden kann. Als die zwei ihre neuen kugelsicheren Westen austesten wollten, erstach einer den andern dabei mit einem Messer - darum heissen die Dinger wahrscheinlich auch nicht "messersichere Westen". Die Bezugnahme auf Kevlar ist somit inkorrekt wenn Ihr annehmt, dass dadurch der Unfall hätte verhindert werden können. Glas hätte die Weste wie warme Butter durchtrennt.
John Linsley

Zusätzlicher Kommentar:
Es ist in der Tat so, dass eine Kevlar-Weste keinen Schutz vor einem Stich mit einer scharfen Waffe bietet. Insbesondere wenn das Messer gerade auftrifft, konzentriert sich die Krafteinwirkung auf lediglich einen oder zwei Fäden des Materials. Sobald eine kleine Öffnung geschaffen ist, werden die benachbarten Filamente durch den Druck zur Seite geschoben und bereiten den Weg für das eindringende Messer. Aber das soll nicht heissen, dass Kevlar überhaupt keinen Schutz vor scharfen Objekten im allgemeinen bietet. Der Schutz vor Hieben ist beispielsweise vergleichbar mit dem einer Kettenrüstung. Ein Mann kann jedoch mit einem Messer ohne weiteres z.B. eine Autotüre durchstossen; Messer können Dinge durchdringen, von denen man es eigentlich nicht für möglich hält. Bei Glasscherben verhält es sich aber anders. Der junge Mann hätte sich mit seinem vollen Gewicht auf die Scherben stützen können und es wäre ihm nichts passiert, hätte er eine Kevlar-Weste angehabt. Wahrscheinlich hätte sogar schon eine Lederjacke sein Leben gerettet.
Darrell Johnson

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