Darwin Awards
Darwin Awards 1995

Schick's einem Freund! Wir erweisen der Hypothese von Charles Darwin Ehre, indem wir jährlich Darwin Awards an jene (Reste von) Individuen verleihen, die alles dabei gegeben haben, unseren Genpool zu verbessern. Wir applaudieren jenen, die das ultimative Opfer erbracht haben und sich selbst in aussergewöhnlichster und dümmster Art und Weise aus unserer Spezies verabschiedeten. Next
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Das Wrack an einem Hügel
Gewinner der Darwin Awards 1995
von Darwin nicht bestätigt

(Arizona California, USA) Die Arizona Highway Patrol entdeckte einen großen Klumpen von zerfetztem Metall an einem Hügel der um eine Straßenkurve aus der Landschaft ragt. Das Wrack sah auf den ersten Blick wie ein Flugzeugwrack aus, aber nach genauerer Betrachtung stellte sich der Klumpen Metall als Autowrack heraus. Der Autotyp konnte nicht auf Anhieb ermittelt werden, denn der Grad der Zerstörung war so groß, dass es schwierig war zu bestimmen, was das genau war. Erst Laboruntersuchungen ergaben den genauen Tathergang.

Es sah so aus als ob ein ehemaliger Air Force Sergant sich irgendwie ein JATO beschafft hatte. Ein JATO (Jet Assisted Take Off Unit) ist also eine Art Rakete zur Starthilfe von großen Militärflugzeugen für kurze Startbahnen. Er fuhr mit seinen Chevy Impala hinaus in die Wüste und fand eine lange, gerade Straße. Dann lud er das JATO in sein Auto, gab Gas und zündete die Rakete etwa 6 km von der später en Unfallstelle entfernt. Diese Distanz konnte aufgrund der klaren Verbrennungsspuren im Asphalt ermittelt werden. Das Raketengefährt erreichte rasch eine Geschwindigkeit von 370 bis 450 km/h und fuhr, oder eher 'flog', noch ca. 20 Sekunden weiter. Der Fahrer wurde G-Kräften ausgesetzt, mit denen normalerweise nur Jet-Piloten mit eingeschaltetem Afterburner im Dogfight zu kämpfen haben.


VFX Sequenzen von Drew Baillie


Das Geschoss verblieb noch zirka 4 Kilometer (15-20 Sekunden) auf einer geraden Strecke bevor der Fahrer die Bremsen betätigte, die sofort schmolzen. Die Pneus explodierten und hinterliessen eine dicke Gummispur auf dem Asphalt. Danach hebte das Gefährt ab und donnerte noch etwa 2 Kilometer weit geradeaus durch die Gegend, bis es in einer Höhe von 40 Metern den besagten Hügel rammte und einen etwa einen Meter tiefen Krater in die Felswand schlug.

Die Überreste des Fahrers waren spärlich. Es wurden kleine Stücke von Knochen, Zähnen und Haaren gefunden und von den Überresten des Lenkrads konnte man noch Fingernägel und Knochenreste kratzen.

Ironischerweise befand sich auf dem Gefährt ein immer noch lesbarer Aufkleber mit der Aufschrift: "Wie finden Sie meinen Fahrstil? Wählen Sie 1-800-EAT-CRAP."

DarwinAwards.com © 1997 - 2000
Eingesandt von: Paul Kamrath
Übersetzt von: Thorsten Stroht
Editiert durch: <><

Schauen Sie beim Arizona Public Safety Department vorbei, wenn Sie Ihre Zweifel an dieser Geschichte bestätigt sehen möchten.

Besuchen CultDeadCow, wenn Sie einen weiteren amüsanten Text über die JATO-Legende lesen wollen.

Lesen Sie die wahre Geschichte, die die JATO-Legende inspirierte (alle Texte in Englisch).

Dies ist eine urbane Legende!
Keith Cody berichtet, als wäre er mit den Untersuchungen betraut worden: "Steve Lubars rief die Arizona Highway Patrol im Juli 1996 an, um die Umstände dieser Geschichte in Erfahrung zu bringen. Gemäss den Ausführungen von Charles DeCarolis vom Arizona Department of Public Safety erscheint der Vorfall in keinem ihrer Unfall- und Deliktprotokolle. DeCarolis betonte, dass nichts derartiges in den Akten zu finden sei.

Orphiucus erklärt: "Die JATO Geschichte erinnert mich an einen Vorfall, der mir von einem Freund erzählt wurde. Vielleicht hat die JATO-Geschichte auch hier ihren Ursprung. Mitte der Fünfzigerjahre befestigten zwei Männer in Guam nicht nur ein, sondern gleich zwei JATO-Systeme an einem Militärjeep. Guam verfügt über eine fast 5 Kilometer lange Landebahn und sie dachten sich wohl, das wäre eine gute Idee. Sie zündeten die Antriebe und rasten mehrere hundert Meter die Landebahn entlang, bis der Jeep bei einer Geschwindigkeit von knapp 500 km/h begann sich in seine Einzelteile zu zerlegen. Die Körper der Männer wurden zerfetzt und die Antriebe lösten sich von Wrack des total zerstörten Jeeps. Die Raketensysteme flogen noch bis zum kompletten Burn-Out auf dem Gelände umher. Es gibt Filmaufnahmen dieses Vorfalls die wahrscheinlich zur Zeit in irgendeinem Militärarchiv oder einer Schuhschachtel auf einem Dachboden brachliegen. Ich würde mich zur Bestätigung am besten gleich mit Guam in Verbindung setzen. Der Mann, der mir die Geschichte erzählt hat, war zu jener Zeit Pilot bei der Navy."

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