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 (25.
März 1993) Schlechte Ernährung und ein ungelüfteter
Raum wurden für das Ableben eines Mannes verantwortlich gemacht,
der durch seine eigenen Gase im Schlafe getötet wurde. Es waren
keine äußerlichen Ursachen zu erkennen, und eine Autopsie
ergab, daß sich eine große Menge Methangas in seinem Verdauungstrakt
befand. Seine Ernährung bestand hauptsächlich aus zwei Bestandteilen
- Bohnen und Kohl. Dies war genau die richtige Kombination von Nahrungsmitteln,
um sich selbst umzubringen. Es scheint, als sei der Mann durch das
Einatmen einer Giftgaswolke, die über seinem Bett schwebte, getötet
worden. Dies wäre wahrscheinlich nicht so fatal gewesen, wenn
er das Fenster geöffnet oder er sich draußen aufgehalten
hätte. Aber der Mann schloß sich in seinem nahezu hermetisch
abgeriegelten Zimmer zur Nachtruhe ein. Dazu kam, daß er ein
äußerst korpulenter Mann, mit einer großen Kapazität
zur Produktion seines eigenen Giftgases, war. Dreien der Sanitäter
wurde übel und einer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
(Ian
A. York und Kenneth
T. Lim bezweifeln diese Story, sie schrieben: Diese Geschichte
ist unmöglich. Gemäß den Untersuchungen von York bezüglich
des Volumens und der Quantität von Flatulenz und der Tatsache,
daß sich Methanmoleküle in der Anwesenheit von Sauerstoff
rasch auflösen, ist dies zu bezweifeln. Ich kenne zwar die exakten
Relationen nicht, aber wenn der gesamte Luftinhalt eines normalen
Schlafzimmers mit 0,21 multipliziert wird (Sauerstoffgehalt der Luft),
erreicht man einen weit höheren Wert als der, der für die
Zersetzung von 8 Litern puren Methans notwendig wäre. Außerdem
besteht der gewöhnliche Furz auch nicht aus 100% Methan.
In einer Randbemerkung stellte Carl Sagan fest, daß Ausserirdische
die Präsenz einer Kohlenstoff-basierten Lebensform auf der Erde
durch Spektralanalyse feststellen könnten. Würde Methan
festgestellt, wäre das ein Zeichen für die kontinuierliche
Bioproduktion dieses Moleküls, da es sich im Kontakt mit Sauerstoff
so rasch zersetzt. Ausserdem merkte Sagan an, daß die grösste
Quelle für Methan in unserer Atmosphäre Rinder-Flatulenz
ist. Hohe Furzgas-Konzentrationen sind vor allem über US Staaten
mit einem grossen Anteil an Rinderzucht und Argentinien anzutreffen.
Ein einziger, herzhafter Rinderfurz übersteigt die tägliche
Gasproduktion eines Menschen bei weitem.
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